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Hösacker

Das schon öfter genannte Hösacker ist eine erst im 19. Jahrhundert entstandene Kolonie. Zu Hörmannsdorf saß ca. 1806 bis 1816 der Gutsherr Josef von Ernesti, der, gedrängt von misslichen Umständen, sich aus seinen Verlegenheiten zu helfen suchte, indem er allodial Holzgründe verkaufte. Das tat er in Parzellen und ließ die Leute darauf heiraten. Das Landgericht Landshut suchte diese Verkäufe wohlweislich zu erschweren, weil sich ja diese Familien nicht ernähren könnten. Dem Ernesti hat seine Manipulation nicht viel geholfen, denn 1816 war er zum Verkaufe seines Gutes Hör­mannsdorf genötigt. Graf Karl Arco von Oberköllnbach kaufte die Kolonie, aber sechs Familien, welche Ernesti seinem Gerichtshalter Kilian Edelbacher wegen Schuld­forderung grundbar abgetreten hatte, blieben im alten Verbande. Daher kommt es, dass ein Teil von Hösacker zum Patrimonialgerichte Oberköllnbach, der andere Teil, seit 1881 mit dem Namen Freihausen bezeichnet, zum Patrimonialgerichte Hörmannsdorf gehörte. Bis zum Jahre 1810 standen in Hösacker schon 20 Hütten. Der erste Hösackerer war ein herumziehender Zinngießer mit Namen Heller, und der Erstgeborene von Hösacker, 23. Mai 1809, war ein Johann Dörr, später Hiebl genannt. 1812 hatte Hösacker 81, 1823 schon 116 Seelen, die dann bald auf 200 stiegen. Zu dieser Kolonie hat schon viel Not und Laster geherrscht und der Name Hösacker hatte einen üblen Klang. Die Ethnologie von Hösacker ist mir unbekannt; doch darf kein Spaßvogel an "Höllsakarha" denken! Im Verlaufe der Zeit haben sich dort viele Familien über Sünde und Not emporgerungen und nähren sich nun ehrenvoll. In den vierziger Jahren (also ca. 1830 - 1840, Anm. d. Red.) hat Franz Winzinger eine Bierschenke errichtet, welche unter Wirt Weber zu einem ehrenvollen Gasthause sich hob. Im Jahre 1860 wurde auch eine Kapelle in Mitte des Dorfes erbaut. Während die ganze obere Pfarrei, welche doch an priesterliche Wirksamkeit gute Anforderungen stellt, noch seit Menschengeden­ken keinen Priester hervorgebracht hat, ist aus Hösacker der damalige Pfarrer (1889!, Anm. d. Red.) von Geisenhausen, Mathias Gschlößl, hervorgegangen, der den Feld­zug anno 1870 mitgemacht hat.

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